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δῖος

Ἐδιζησάμην ἐμεωυτόν -> I searched out myself
Heraclitus, fr. 101B
Full diacritics: δῖος Medium diacritics: δῖος Low diacritics: δίος Capitals: ΔΙΟΣ
Transliteration A: dîos Transliteration B: dios Transliteration C: dios Beta Code: di=os

English (LSJ)

δῖᾰ (Hom., v. infr.), δῖον, fem. δίᾱ in E.Rh.226 (lyr.), IT404 (lyr.) (

   A δίη Hes.Th.260 codd.); fem. δῖος E.Ba.599 (anap.):—in Ep., heavenly, δ. γένος Il.9.538, etc., used by Hom.,    1 of goddesses, δῖα θεά 10.290; more freq. δῖα θεάων, with superl. force, 18.388, 19.6, etc.; δαίμονα δῖον Hes.Th.991.    2 of illustrious men or women, noble, Il.2.221, etc.; δῖα γυναικῶν noblest of women, Od.4.305; excellent, δ. ὑφορβός 16.20, al.    3 of nations, etc., δῖοι Ἀχαιοί Il. 5.451; δ. Πελασγοί Od.19.177; δ. ἑταῖροι Il.5.692; of cities, as Elis, 2.615; Lacedaemon, Od.3.326.    4 of a noble horse, Il.8.185, 23.346.    5 of things, esp. of the powers of nature, divine, awful, marvellous, αἰθέρος ἐκ δίης, εἰς ἅλα δῖαν, χθὼν δῖα, Il.16.365, 1.141, 14.347, cf. Emp.109.2; δῖον πῦρ E.Alc.5, etc.; δῖα Χάρυβδις Od.12.104.    II first in Trag. as Adj. of Ζεύς, Δ. βούλευμα A.Pr.619; Δ. ὄμμα, στόμα, ib.654, 1033, etc. (For dǐv-ǐyos, cf. Skt. div-yá-'heavenly' (freq. trisyll.), but fem. δῖα for div-ya.)

German (Pape)

[Seite 635] fem. δια, δία und δίη, neutr. δῖον, himmlisch, Adjectiv zu Ζεύς (Δίς) genit. Διός Stamm Δι-Wurzel ΔιF-, von welcher ΔίFς. genit. ΔιFός und mit Ausstoßung des Digamma Διός, Adjectiv δίΕιος, δίιος, δῖος, zusammengezogen wie Χῖος aus Χίιος, Etymol. m. p. 278, 13 Choerobosc. in Cram. An. Ox. 2 p. 191, 29 Orion. p. 49, 27. 50, 21 Epimer. Hom. in Cram. An. Ox. 1 p. 107, 17. 109, 8. 123, 20. Bei Homer kommt δῖος oft vor, aber nicht in allen Formen: der dual. fehlt ganz, vom plural. erscheint nur die Form δῖοι, mehrmals als nominat. mascul., als vocativ. mascul. Iliad. 20, 554; vom singular. findet sich das neutr. nur Iliad. 9, 538, nominat. δὶον, während im femin. und mascul. alle Casus gebraucht sind. Vom mascul. ist δίου selten, Odyss. 3, 84 Iliad. 7, 138, häufiger δῖε und δίῳ, noch häufiger δὶον, am häufigsten δῐος. Der singular. femin lautet δῖα (häufig), δίης (Iliad. 16, 565), δίῃ (Iliad. 11, 588. 698. 17, 40), δῖαν (häufig), vocat, δῖα (Iliad. 6, 595. 10, 290). Das kurze α von δῖα und δῖαν ist unregelmäßig, dgl. ἴα, μία, πότνια, ἐλάχεια, θάλεια, λίγεια, von welchen Beispielen jedoch keines der Unregelmäßigkeit von δῖα genau entspricht, Dagegen scheinen ὄμπνιος, ὄμπνια, ὄμπνιον und πέπειρος, πέπειρα, πέπειρον vollkommene Analoga zu δῖος, δῖα, δῖον zu sein. Vgl. über δῖα Herodian Scholl. Iliad. 6, 160 Dichron. p. 299, 22 Dracon. p. 79, 14. Nach Scholl. Iliad. 2, 152 ist δῖαν statt δίαν Dorisch, vgl. Ahrens Dial. Dor. p. 177 not. 10 (»Nihil moramur commentum grammatici in Scholl. Il. β, 152 τὸ δὲ δῖαν Δωρικῶς συνέστειλεν.«) Homer gebraucht δῖος von Gottheiten, von Menschen, von Pferden, von Meer, Erde, Luft, von Flüssen, Ländern, Städten: Odyss. 3, 826 Λακεδαίμονα δῖαν; Iliad. 21, 48 δῖαν Ἀρίσβην; Odyss. 13, 275 Ἤλιδα δῖαν; Iliad. 12, 21 δῖος Σκάμανδρος; 2, 522 ποταμὸν Κηφισὸν δῖον; Odyss. 19, 540 αἰθέρα δῖαν; Iliad. 14, 347 χθὼν δῖα; Odyss. 3, 155 ἅλα δῖαν; Iliad. 8, 185 (Interpolation) Λάμπε δῖε, Pferd des Hektor; 23. 846 Ἀρείονα δῖον, Ἀδρήστου ταχὺν ἵππον, ὃς ἐκ θεόφιν γένος ἦεν; Odyss. 14, 48 δῖος ὑφορβός, 17, 508 δῖ' Εὔμαιε, 21, 80 Εὔμαιον, δῖον ὑφορβόν; 21, 940 Φιλοίτιε δῖε; Iliad. 5, 692 δῐοι ἑταῖροι des Sarpedon; 12, 343 wird der Herold Thootes angeredet δῖε Θοῶτα; viele Fürsten, z. B. Iliad. 2, 221 Ἀγαμέμνονι δίῳ, 1, 121 δῖος Ἀχιλλεας, Odyss. 1, 284 Νέστορα δῖον, Iliad. 1, 145 δῖος Ὀδυσσεύς. 13, 460 Πριάμῳ δίῳ, 6, 515 Ἕκτορα δῖον, 3, 329 δῖος Ἀλέξανδρος13, 490 Ἀγήνορα δῖον; Heroinen, Iliad. 5, 70 δῖα Θεανώ, Iliad. 6, 160 δῖ' Ἄντεια, Odyss. 3, 266 δῖα Κλυταιμνήστρη, Iliad. 17, 40 Φρόντιδι δίῃ, und in der Formel δῖα γυναικῶν: Iliad. 2, 714 δῖα γυναικῶν Ἄλκηστις, Odyss, 4, 305 Ἑλένη, δῖα γυναικῶν, 1, 332 δῖα γυναικῶν von Penelope; 20, 147 δῖα γυναικῶν, Εὐρακλει' Ὦπος θυγάτηρ Πεισηνορίδαο; ganze Völker: Iliad. 10, 429 δῖοι Πελασγοί, 5, 451 δῖοι Ἀχαιοί; Göttinnen: Iliad. 3, 413 δῖ' Ἁφροδίτη, Odyss. 20, 73 Ἀφροδίτη δῖα; Iliad. 9, 240 ἠῶ δῖαν, 24, 417 ἠὼς δῖα; Odyss. 12, 104 δῖα Χάρυβδις; 12, 133 δῖα Νέαιρα; 5, 321 δῖα Καλυψώ; Iliad. 10, 290 wird Athene δῖα θεά angeredet; in der Formel δῖα θεάων: Iliad. 14, 184 Here; 18, 205 Athene; 5, 381 Dione; 18, 388 Charis, Hephästos Gattinn; 19, 6 Thetis; Odyss. 5, 116 Kalypso; 12, 155 Kirke; 4, 382 Eidothea; Iliad. 9, 538 heißt Artemis δῖον γένος, ἰοχέαιρα, vgl. Iliad. 6, 180, wo von der Chimära gesagt wird ἡ δ' ἄρ' ἔην θεῖον γένος, οὐδ' ἀνθρώπων. Männliche Gottheiten erhalten bei Homer das Epitheton δῐος nicht. Ein Ueberblick über den ganzen Homerischen Gebrauch des Wortes zeigt, daß nur in einem Theile der Fälle δῖος ungezwungen auf ein persönliches Verhältniß zum persönlichen Gotte Zeus gedeutet werden kann. So kann das Epitheton der Artemis δῐον γένος Iliad. 9, 538 ungezwungen bedeuten »Tochter des Zeus«, um so mehr, als sie kurz vorher durch Διὸς κούρῃ bezeichnet wird, vs. 536; eben so kann füglich gedeutet werden δῖα θεά als Anrede an Athene Iliad. 10, 290, um so mehr, als sie kurz vorher in derselben Rede mit Διὸς τέκος angeredet wird, vs. 284; auch in einem unmittelbar vorhergehenden Gebete wird sie mit Διὸς τέκος angeredet, vs. 578, und vs. 290 bezeichnet der Dichter sie dann noch wieder durch Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. So Iliad 6, 304. 305. 312 εὐχομένη δ' ἠρᾶτο Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. »πότνι' Ἀθηναίη, ἐρυσίπτολι, δῖα θεάων, ἆξον δὴ ἔγχος Διομήδεος« – ἃς αἱ μέν ῥ' εὔχοντο Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. Wegen der δῖοι Πελασγοί könnte man sich berufen auf Iliad. 16, 235 Ζεῦ ἄνα Δωδωναῖε, Πελασγικέ. Ein Herold könnte deshalb δῐος heißen, weil die Herolde bei Homer Διὸς ἄγγελοι ἠδὲ καὶ ἀνδρῶν sind, Iliad. 1, 334. Die Könige könnten δῖοι heißen in demselben Sinne. in welchem sie bei Homer den Titel διογενής und διοτρεφής führen, s. diese Wörter. Eumäus, der δῖος ὑφορβός, ist ein Königssohn, Odyss. 15. 413. Aber in gar manchen anderen Fällen würden Erklärungen dieser Art nicht möglich oder doch sehr gezwungen, weit hergeholt, auf willkührliche, nicht zu erweisende Annahmen begründet sein. Man bedenke z. B., daß auch das Meer, das unbestrittene Eigenthum des Poseidon, δῖα heißt, und die Charybdis, und Eidothea, Proteus Tochter, welcher Ποσειδάωνος ὑποδμώς ist, und Thetis, und die Charis und Kalypso und Kirke. Es empfiehlt sich, eine allgemeinere Bdtg von δῖος anzunehmen. So heißt es in Apollon. Lex. Homer. p. 59. 8 Δῖος· ἀπὸ Διὸς τὸ γένος ἔχων, ἢ ἀγαθός, ἢ γενναῖος, ἀπὸ τῆς τοῦ Διὸς ὑπεροχῆς. Said. erklärt δῖος = ὁ ἔνδοξος; Hesych. Δῖος· ὡς ἀπὸ Διὸς τὸ γένος ἕλκων· »δῖος Ἀχιλλεύς«. καταχρηστικῶς δὲ ὁ ἀγαθός; vgl. s. v. v. Δίῳ, Δῖα, Δῐαν, Δῖον und einen zweiten Artikel Δῖος ror Διαλλακτής. Besser jedoch ist es wohl, auf den Umstand zurückzugehn, daß der Gott Ζεύς nichts Anderes ist als eine Personification des klaren, lichten Himmels, wie schon die Etymologie beweis't: Ζεύς (Δίς) genit. Διός von Wurzel ΔιF, ron der auch δίαλος, δέελος, δῆλος, composit. ἔνδιος und εὐδία; Sanskrit divjami glänzen, div das Leuchten, der Himmel, djô nominat. djâus Himmel, Himmelsgott, divjas himmlisch, divam Tag, Latein. Diovis, deus, divus, sub dio, dies, vgl. Curtius Grundz. d. Griech. Etymol. 1, 201. 2, 95. Hiernach wäre δῖος = »der himmlische«, »der dem leuchtenden Himmel (personificirt ›dem leuchtenden Himmelsgott‹) angehörige«, »der lichte«, »leuchtende«, »strahlende«, »glänzende«, »der hervorleuchtende«, »sich auszeichnende«, »ausgezeichnete«, »vortreffliche«, »herrliche« u. s. w. Während in den meisten Fällen das Wort in übertragenem Sinne zu nehmen sein wird, tritt eine rein physische Bedeutung unverkennbar hervor in dem Ausdrucke αἰθήρ δῖα, besonders Iliad. 16, 365 ὡς δ' ὅτ' ἀπ' Οὐλύμπου νέφος ἔρχεται οὐρανὸν εἴσω αἰθέρος ἐκ δίης, ὅτε τε Ζεὺς λαίλαπα τείνῃ, »nachdem noch unmittelbar vorher (ἐκ) αἰθὴρ δῖα gewesen war, d. h. klare Luft, unbewölkter Himmel«, vgl. s. v. αἰθήρ. Diese Erklärung der Stelle, unterstützt auch durch εὐδία und ἔνδιος, ist offenbar die einzige vernünftige Erklärung, welche möglich erscheint sie liegt in einem Schol. B V zu vs. 364 vor, ὡς δ' ὅτ ': ὡς ἐξ εὐδίας ἐπιταράσσεται ὁ οὐρανός, οὕτως ταραχὴ γέγονε τῶν Τρώων, und ausführlicher bei Eustath. zu vs. 364 u. 365 p. 1064, 30 sqq. Daß diese Erklärung auch Aristarchs Erklärung war, kann kaum zweifelhaft erscheinen, sobald man Iliad. 13, 493 und daselbst Scholl. Aristonic. vergleicht (abgedruckt s. v. βοτάνη). Iliad. 13, 493 war offenbar deshalb von Aristarch mit einer Diple notirt, um als Beweisstelle für die Erklärung von Iliad. 16, 365 zu dienen. Da dies in dem ohne Zweifel nicht vollständig erhaltenen Scholium des Aristonicus nicht ausdrücklich gesagt wird, so hat Lehrs Aristarch. p. 172 sqq die Stelle Iliad. 13, 493 mit ihrem Aristoniceischen Scholium und dessen Verhältniß zu Iliad. 16, 365 nicht berücksichtigt. Gegen die richtige Erklärung von 16, 365 mußte er schon deshalb eingenommen sein, weil nicht der codex A, aber die Scholl. B V und Eustathius sie bieten, gegen welche beide Quellen Lehrs bekanntlich ein viel zu weit gehendes Mißtrauen hegt. So erklärt denn Lehrs l. c. die Erklärung »ex coelo sereno« für falsch (»Quod falsum est.«), verzweifelt an der Erklärung der Stelle (»nec hodie solvit quisquam hanc quaestionem nec solvet olim«), behauptet, auch Aristarch habe an der Erklärung der Stelle verzweifelt (»Mansit locus in insolubilibus«) und vermuthet, statt αἰθέρος ἐκ δίης habe Homer vielleicht gesagt αἰγίδος ἐκ δίης. Sodann p. 174 sagt Lehrs ganz richtig, wenn der αἰ. θήρ von keinen Wolken verdeckt werde, seien die Menschen bei Homer ὑπ' αἰθέρι. »Quae hinc efficitur claritas ea est αἴθρη. Hinc Aiax lovem implorans precatur (Ρ, 646) ποίησον αἴθρην. Non poterat ποίησον αἰθέρα, hunc enim non facit Iuppiter, sed ab initio in coelo extensus est atque extensus erit in aeternum; et sie possunt quidem, ut ad nostrum locum respiciamus, nubila colligi ἐξ αἴθρης, non ἐξ αἰθέρος.« Hierbei läßt Lehrs den Zusatz δίης 16, 365 ganz außer Acht; Homer sagt nicht bloß ἐξ αἰθέρος, sondern αἰθέρος ἐκ δίης. Ajax würde allerdings Iliad. 17, 646 nicht beten können ποίησον αἰθέρα, aber er würde beten können ποίησον δῖαν (τὴν) αἰθέρα; denn αἰθήρ δῖα ist eben grade so viel wie αἴθρη, oder wie αἰ. θὴρ ἀνέφελος, welchen letzteren Ausdruck, Lesart des Rhianus Odyss. 6, 44 statt αἴθρη ἀνέφελος, Lehrs in der Anmerkung auf S. 174 als für Homer unbedenklich anerkennt. Lehrs hat nicht gesehen, daß Iliad. 16, 365 δῖος in seiner ursprünglichsten physischen Bedeutung gebraucht ist, hat ihm vielmehr die gewöhnlich angenommene Bedeutung gegeben und es als gleichgültiges, schmückendes Epitheton bei der Erklärung seitwärts liegen lassen. Friedländer in der Ausgabe des Aristonicus verweis't bei Iliad. 16, 365 lediglich auf Lehrs Auseinandersetzung und bemerkt bei Iliad. 13, 493 Nichts. Ueber die Bedeutung des οὐρανός Iliad. 16, 364 s. s. v. οὐρανός. Seine ursprünglichste physische Bedeutung hat δῖος auch Odyss. 19, 540 ὁ δ' ἐς αἰθέρα δῖαν ἀέρθη, »er hob sich in den klaren (heiteren, lichten, strahlenden, von Wolken nicht verhüllten) Aether«. Auch dem Ausdrucke ἠὼς δῖα liegt wohl unzweifelhaft eine rein physische Vorstellung zu Grunde: die am klaren Himmel erscheinende Morgenröthe. Flüsse haben bei Homer das Epitheton δῖος (s. oben) wohl in demselben Sinne, in welchem sie bei ihm das Epitheton διιπετής haben: das vom Himmel herabkommende Regenwasser nährt die Quellen der irdischen Gewässer. Also auch hier eine physische Vorstellung. – Sittliche Nebenbedtg ist dem Worte in manchen Stellen wohl nicht abzusprechen. Iliad. 6, 160 las man statt δὶ' Ἄντεια im Alterthume in einem Worte Διάντεια als Eigennamen der Gattinn des Prötos, weil das dort von dieser Berichtete in sittlicher Beziehung sie des Epithetons δῖα unwürdig mache, s. Scholl. Herodian. A und B L. Aristarch las getrennt δὶ' Ἄντεια, Scholl. Aristonic. Ἄντεια: ἡ διπλῆ, ὅτι Ὅμηρος Ἄντειαν, οἱ δὲ νεώτεροι Σθενέβοιαν, καὶ ὅτι ἀκαίρως τὸ δῖα· μάχεται γὰρ ἡ μάχλος. Herodian vergleicht Odyss. 3, 266 δῖα Κλυταιμνήστρη. – An Athetese von Iliad. 6, 160 hat Aristarch nicht gedacht, wie aus dem Scholium des Aristoniens erhellt. Ἀκαίρως, wie Iliad. 6, 160, schien dem Aristarch δῖος auch Iliad. 3, 852 und 7, 75 gebraucht zu sein. An letzterer Stelle nennt Hector sich selbst δῖον, δεῦρ' ἴτω ἐκ πάντων πρόμος ἔμμεναι Ἕκτορι δίῳ; an ersterer Stelle nennt Menelaos seinen Feind Paris δῖον Ἀλέξανδρον. Diesen Vers, Iliad. 3, 352, erklärte Aristarch für unächt, Scholl. Aristonic. ἀθετεῖται, ὅτι οὐκ ἀναγκαίως ἐπιλέγεται· καὶ γὰρ ὁ καιρὸς τὸ σύντομον ἔχειν θέλει. καὶ δῖον ἀκαίρως ὁ Μενέλαος τὸν ἐχθρὸν λέγει. Dagegen Iliad. 7, 75 hielt Aristarch für ächt, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἰδίως ὡς περὶ ἑτέρου· καὶ ὅτι πρόμον τὸν πρόμαχον κατὰ συγκοπήν· καὶ ὅτι ἀκαίρως δῖον ἑαυτὸν ὁ Ἕκτωρ. Der Unterschied in der Behandlung dieser Stellen erklärt sich nicht aus dem von Friedländer angenommnen Gesichtspuncte, daß zu einer Athetese das ἀκαίρως gebrauchte δῖος allein nicht Grund genug geboten habe, und daß noch andere Gründe hätten hinzukommen müssen. Aristarch wurde vielmehr durch den Umstand bestimmt, daß der Vers Iliad. 3, 352 sich ohne Störung des Zusammenhangs beseitigen läßt, während die Entfernung von Iliad. 6, 160 und 7, 75 den Zusammenhang aufheben würde. Ließen sich diese Stellen 7, 75 und 6, 160 spurlos beseitigen wie 3, 352, so würden sie so gut wie 3, 352 wegen des ἀκαίρως gebrauchten δῖος für unächt erklärt worden sein, mochten andre Bedenken hinzukommen oder nicht. Anstößige Stellen traf Aristarchs Athetese nur wenn sie für den Zusammenhang entbehrlich waren; im anderen Falle begnügte Aristarch sich, das Bedenkliche mit einer Diple als ungelös'tes Problem zu notiren oder gradezu als fehlerhaft, als ein Versehn Homers, den Aristarch nicht allzu selten ganz offen tadelte. Aber den Zusammenhang opferte Aristarch unter keinen Umständen. Man vgl. über dies auch von Lehrs nicht erkannte kritische Princip Aristarchs und seine Bedeutsamkeit für unsere Homerkritik Sengebusch Recension von Lauers Gesch. der homer. Poesie Jahns Jahrbb. 1853 Bd. 67 Heft 6 S. 624–628. – Bemerkenswerth sind ein Paar Stellen, wo Homer den in eigner Person (nicht etwa in einer Verwandlung als Mensch) redenden Zeus selbst das Wort δῖος gebrauchen läßt: Iliad. 15, 67 sagt Zeus υἱὸν ἐμὸν Σαρπηδόνα δῖον und vs. 68 δῐος Ἀχιλλεύς; diese Stelle hielt Aristarch mit ihrer ganzen Umgebung für unächt, s. Scholl. Aristonic. vs. 56. Aber für ächt hielt Aristarch Iliad. 15, 15 und 15, 161; an letzterer Stelle sagt Zeus ἅλα δῖαν, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀφ' ἑαυτοῦ ὁ Ζεὺς τὴν θάλασσαν δῖαν εἴρηκεν; Iliad. 15, 15 sagt Zeus Ἕκτο ρα δῖον, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀφ' ἑαυτοῦ ὁ Ζεὺς δῐον τὸν Ἕκτορα καὶ ἑξῆς τὴν θάλασσαν, »ἢ εἰς ἅλα δῖαν (vs. 161)«. πρὸς τὸ μὴ ὑποπτεύειν τὰ ἐν Ὀδυσσείᾳ (1, 65) »πῶς ἂν ἔπειτ' Ὀδυσῆος ἐγὼ θείοιο λαθοίμην«. Hierin hat Aristarch ganz Recht: man darf Odyss. 1, 65 so wenig für unächt halten, wie Iliad. 15, 15 und 161. Aber wir müssen auf unserem heutigen Standpuncte noch weiter gehen. Die beiden Stellen Iliad. 15, 15 und 161 gehören Lachmann's dreizehntem Liede an, dessen Dichter nach Lachmann's treffendem Ausdrucke (Betrachtungen über Homers Ilias S. 55) »so viel mit göttern kramt«; die Verse Iliad. 15, 56–77, wo vs. 67 Zeus Σαρπηδόνα δῖον sagt und vs. 68 δῐος Ἀχιλλεύς, sind nach Lachmann S. 54 entweder, was wahrscheinlicher sei, ein ursprünglicher Theil desselben dreizehnten Liedes, oder doch eine alte, grade für dies einzelne Lied und in dessen Weise gedichtete Interpolation. Durch Zeus selber also dem Meere und Heroen das Epitheton δῐος geben zu lassen, gehört zu den besonderen Leistungen dieses »so viel mit göttern kramenden« Dichters. Was aber Odyss. 1, 65 betrifft, wo Zeus den Odysseus θεῖος nennt, so ist der Vers, in dem dies geschicht, πῶς ἂν ἔπειτ' Ὀδυσῆος ἐγὼ θείοιο λαθοίμην, nicht von einem Interpolator, aber vom Dichter des ersten Buches der Odyssee selber wörtlich aus dem neunten Lachmannschen Liede der Ilias entlehnt, 10, 243, wo diesen Vers mit seinem Ὀδυσῆος θείοιο nicht Zeus, sondern der Mensch Diomedes spricht. Der Dichter des ersten Buches der Odyssee hat hier also gedankenlos entlehnt, was ihm auch sonst mehrfach begegnet ist. Aber ohne Zweifel mit Bewußtsein und Absichtläßt der »so viel mit göttern kramende« Dichter des dreizehnten Liedes der Ilias den Zeus Iliad. 15, 25, in derselben Rede, in welcher Hektor δῖος heißt, den Herakles θεῖος nennen, ἐμὲ δ' οὐδ' ὧς θυμὸν ἀνίει ἀζηχὴς ὀδύνη Ἡρακλῆος θείοιο. – θεῖος »göttlich« und δῖος »himmlisch« treten bei Homer einige Male neben einander als var. lect. auf; z. B. Odyss. 8, 87. 539 Bekk. θεῖος ἀοιδός, var. lect. δῖος ἀοιδός; Odyss. 16, 1 Bekk. δῖος ὑφορβός, var. lect. θεῖος ὑφορβός; Iliad. 23, 689 Bekk. δῖος Ἐπειός, var. lect. θεῖος Ἐπειός. – Hesiod. Th. 260 δίη nominat. sing. fem., καὶ Ψαμάθη, χαρίεσσα δέμας, δίη τε Μενίππη; Th. 991 von einem männlichen Gotte δαίμονα δῐον; Th. 697 ἠέρα δῖαν; frgm. Aegim. 2 ap. Steph. Byz. s. v. Ἀβαντίς (ed. 2. Goettling. p. 252 frgm. no 3) νήσῳ ἐν Ἁβαντίδι δίῃ; frgm. ap. Schol. Iliad. 2, 764 (ed. 2. Goettling. p. 275 frgm. no 100) ποδωκὴς δῖ' Ἀταλάντη; Op. 299 ἐργάζευ, Πέρση, δῐον γένος, oder Δῖον γένος mit großem Δ = Sohn des Dios, erinnert an Hom. Iliad. 9, 538 δῖον γένος, ἰοχέαιρα; Th. 376. 969. 1004. 1017 Scut. 338 δῖα θεάων; Th. 866 χθονὶ δίῃ; Op. 479 Scut. 287 χθόνα δῖαν; Cert. ed. 2. Goettl. p. 321, 24 Ἕκτορα δῐον. – Sapphon. frgm. ap. Hermog. Rhet. Gr. ed. Walz 3 p. 317 Eustath. Iliad. p. 9, 41 (Bergk P. L. G. ed. 2 p. 677 frgm. 45) χέλυ δῖα, Anrede an die Lyra. – Pindar. Pyth. 7, 11 Πυθῶνι δίᾳ; Isthm. 8, 22 δῖον Αἰακόν. – Aeschyl. nennt Suppl. 646 den Zeus selbst δῖον πράκτορά τε σκοπόν, »den himmlischen und rächenden Wächter«, πράκτορα adjectivisch; Prom. 88 ὦ δῖος αἰθήρ ; Suppl. 967 δῖε Πελασγῶν; accusat. sing. fem. δίαν: Suppl. 1058 φρένα δίαν, Sinn des Zeus; Pers. 271 μάταν τὰ πολλὰ βέλεα παμμιγῆ γᾶς ἀπ' Ἀσίδος ἦλθ' ἐπ' αἶαν δίαν Ἑλλάδα χώραν, für δίαν var. lect. δᾴαν; Suppl. 5 δίαν χθόνα, Aegypten; öfters δῖον neutr.: Suppl. 558 δῖον ἄλσος, Aegypten; Suppl. 580 ἕρμα δῖον, ein von Zeus erzeugtes Kind im Mutterleibe; Prom. 654 τὸ δῖον ὄμμα, Auge des Zeus; Prom. 1033 στόμα τὸ δῖον, Mund des Zeus; Prom. 619 βούλευμα τὸ δῖον, Rathschluß des Zeus; ὁ δῐος πόρτις Suppl. 313 und δῐον πόρτιν Suppl. 42 = Epaphos. – Sophocl. Phil. 344 δῖος Ὀδυσσεύς; Aj. 757. 771 δίας Ἀθάνας. – Euripid. gebraucht δῖος als adject. zweier End. Bacch. 598 φλόγα δίου βροντᾶς, Donnerschlag des Zeus; nominat. und vocat. sing. fem. δία: Iph. T. 404 ἔνθα κούρα δία τέγγει βωμοὺς καὶ περικίονας ναῶν αἷμα βρότειον; Rhes. 226 Ἄπολλον, ὦ δία κεφαλά, μόλε τοξήρης; in diesen beiden Stellen ist die Länge des α sicher, außerdem aber giebt es bei den Tragikern keine Stelle, in welcher die Quantität des α im nominat. vocat. sing. fem. δια oder im accusat. διαν unzweifelhaft feststände, s. W. Dindorf zu Rhes. 226; dativ. plural.: Ion. 922 δίοισι καρποῖς, des Zeus; Hel. 1093 δίοισιν λέκτροις, des Zeus; accusat. plural.: Bacch. 245 δίους γάμους, des Zeus; Hel. 2 δίας ψακάδος, Regen, vgl. das Homerische Διὸς ὄμβρος; Hippol. 228 δέσποινα δΐας Ἄρτεμι Λίμνας, wohl entschieden falsche Lesart für δέσποιν' ἁλίας; Hecub. 461 ὠδῖνος δίας, der vom Zeus geschwängerten Leto; Heraclid. 1031 δίας παρθένου Παλληνίδος, Athene; vs. 850 Παλληνίδος δίας Ἀθάνας; Cycl. 294 δίας Ἀθάνας; Phoen. 666 δίας ἀμάτορος Παλλάδος; Ion. 200 δίῳ παιδί und vs. 1144 δίου παιδός = Herakles; Bacch. 8 und Alcest. 5 δίου πυρός, Blitzstrahl des Zeus. Man unterscheidet bei den Tragg. Stellen, wo δῖος = »jovialis« sei, und Stellen, wo es = »divinus« sei; letztere schreibt man mit kleinem, erstere mit großem Δ. Aber diese Unterscheidung dürfte sich schwerlich halten und scharf durchführen lassen. Möglich ist die Beziehung auf den persönlichen Zeus bei den Tragg. überall; an den meisten Stellen ist sie unzweifelhaft. – Die Attische Prosa vermied das Wort δῖος; bei Xenoph. z. B. scheint es gar nicht vorzukommen, bei Plat. nur in ein Paar Citaten aus Homer, Rep. 2 p. 379 d (Hom. Iliad. 24, 532 χθόνα δῖαν), Hipp. min. 371 c (Hom. Iliad. 9, 651 Ἕκτορα δῖον). Das uncontrahirte δίιος scheint Plat. Phaedr. 252 e gebraucht zu haben, οἱ μὲν δὴ οὖν Διὸς δίιόν τινα εἶναι ζητοῦσι τὴν ψυχὴν τὸν ὑφ' αὑτῶν ἐρώμενον, var. lect. δῐόν. – Bei Aristophan. Equit. 1271 Πυθῶνι ἐν δίᾳ, wohl Anspielung auf Pindar, s. oben, vgl. Scholl. Aristoph. – Auch Herodot. scheint δῖος nicht gebraucht zu haben. Dagegen θεῖος ist bei Herodot und in Attischer Prosa beliebt. – Superlat. bei Hesych. s. v. Δῖα θεάων und Tzetz. Exeges. p. 87, 4, διοτάτη als Erklärung von δῖα θεάων und δῖα γυναικῶν.

Greek (Liddell-Scott)

δῖος: δῖα (Ὅμ.), δῖον, ἀλλὰ δίᾱ ἐν Εὐρ. Ρήσ. 226 (ἔνθα ἴδε Δινδ.), Ι. Τ. 404, (δίη εἶναι ἀμφίβ. ἐν Ἡσ. Θ. 260)· ὡσαύτως θηλ. δῖος, Εὐρ. Βάκχ. 598·‒ συνῃρ. ἀντὶ δίϊος (ἐκ τοῦ Δίς, Διός) ὁ καταγόμενος ἐκ τοῦ Διὸς ἢ ἀνήκων εἰς τὸν Δία· ἀλλ᾿ οὐδὲν βέβαιον παράδειγμα τῆς τοιαύτης σημασίας ἀπαντᾷ πρὸ τῶν Τραγ., ὡς Αἰσχύλ. Πρ. 619, 654, 1033, κτλ.· τὸ πλησιέστατον πρὸς ταῦτα Ὁμηρικὸν χωρίον εἶνε τὸ ἐν Ἰλ. Ι. 538, δῖον γένος, ἰοχέαιρα, ὅπερ ὅμως φαίνεται νὰ σημαίνῃ ἁπλῶς: «θεῖος», ὡς ἀλλαχοῦ παρ᾿ Ὁμήρῳ, ὅστις μεταχειρίζεται τὴν λέξιν. 1) ἐπὶ θεαινῶν, δῖα θεὰ Ἰλ. Κ. 290· συνηθέστερον, δῖα θεάων, μετὰ δυνάμεως, ὑπερθετικοῦ (ὡς τά, πιστὰ πιστῶν, ἄρρητα ἀρρήτων κτλ., παρὰ Τραγ.), Ἰλ. Σ. 388. Τ. 6, κτλ.· οὕτω, δῖος δαίμων Ἡσ. Θ. 991. 2) ἐπὶ ἐνδόξων ἢ ἐξόχων καὶ ἐπισήμων ἀνδρῶν καὶ γυναικῶν, θεῖος, εὐγενής, Ἰλ. Β. 221, κτλ.· δῖα γυναικῶν, εὐγενεστάτη μεταξὺ τῶν γυναικῶν (ὡς τὸ δῖα θεάων), Ὀδ. Δ. 305·‒ ἀλλ᾿ ὡσαύτως, εὐγενὴς τὴν ψυχήν, ἄριστος, ἐπὶ τοῦ Εὐμαίου, δῖος ὑφορβὸς Φ. 240. 80. 3) ἐπὶ ὁλοκλήρων ἐθνῶν, δῖοι Ἀχαιοί, κτλ.· δῖοι ἑταῖροι Ἰλ. Ε. 692· καὶ ἐπὶ παλαιῶν πόλεων ἢ χωρῶν ὡς Ἦλις, Λακεδαίμων. Ὅμ. 4) ἐπὶ εὐγενοῦς ἵππου, Ἰλ. Θ. 185, Ψ. 346. 5) ἐπὶ πραγμάτων, ἰδίως ἐπὶ τῶν δυνάμεων τῆς φύσεως, ὡς τὸ θεῖος, θεσπέσιος, ἱερός, δεινός, θαυμάσιος· αἰθέρος ἐκ δίης, εἰς ἅλα δῖαν, δῖα χθὼν Ἰλ. Π. 365, κτλ.· οὕτω, δῖον πῦρ Εὐρ. Ἀλκ. 5, κτλ.· δῖα Χάρυβδις Ὀδ. Μ. 104. (Ἐκ τῆς √ΔΙϜ παράγονται τὰ Δίς, γεν. Διός, (Διϝός), δῖος, ἔνδιος, εὐδία, εὐδείελος, δῆλος· πρβλ. Σανσκρ. div, dyo, dyâus (coelum), divyâmi (splendeo), divyas (coelestis), divasas (dies), dêvas (deus)· Λατ. Diovis (Jovis), Diespiter, deus, divus, [sub]dio, dies, biduum, κτλ.· Λιθ. devas (deus)· ‒ πρβλ. ὡσαύτως Παλαιο-Σκανδ. Tivi, Týr, Ἀγγλο-Σαξ. Tiw (ἐν Tiws-dœg, Tues-day, Jovis dies, ἡ ἡμέρα τοῦ Διός, ἡ «τρίτη»)· Παλαιο-Γερμαν. Zio· ἴδε M. Müller Lect. 2. σ. 425· καὶ πρβλ. θεός).

French (Bailly abrégé)

δῖα ou δία, δῖον;
1 propr. qui vient de Zeus ou qui concerne Zeus, de Zeus;
2 divin en gén.
Étymologie: contr. de *δί-ιος, R. *δίϜ-ιος de la R. ΔιϜ, v. Ζεύς.

English (Autenrieth)

(δῖϝος, Διός): divine, an epithet applied with great freedom and with consequent weakening of force; only fem. as applied to gods, δῖα θεά, Il. 10.290; δἶ Ἀφροδίτη, so δῖα θεάων, also δῖα γυναικῶν, ‘divine of women’; applied to Charybdis, Od. 12.104; to the swineherd Eumaeus (‘noble’), Od. 16.56; to one of Hector's horses, Il. 8.185; also to inanimate things, the sea, earth, lands, rivers.

English (Slater)

δῑος
   1 divine Πυθῶνι δίᾳ (P. 7.11) διὸν Αἰακὸν (I. 8.21)

Greek Monolingual

δῑος, -ῑα, -ῑον (Α)
Ι. 1. αυτός που κατάγεται από τον Δία ή ανήκει στον Δία
2. (για θεούς) θείος, λαμπρός («δῑα θεάων, δῑος δαίμων»)
3. (για ανθρ.) ευγενής, ένδοξοςΠηνελόπη δῑα γυναικῶν»)
4. (για ανθρ. με ψυχική ανωτερότητα) ευγενής στην ψυχή, εξαίρετος («Εὔμαιος δῑος ὑφορβός»)
5. (για ζώα, ιδίως άλογα) ευγενής, εξαίρετος
6. (για πράγματα, ιδίως φυσικά φαινόμενα) θεϊκός, θαυμαστός, τρομερός («αἰθέρος ἐκ δίης», «εἰς ἅλα δῑαν», «δῑα χθών», «δῑον πῡρ», «δῑα Χάρυβδις»).
[ΕΤΥΜΟΛ. Ο τ. δίος < dy-1w-o < ΙΕ ρίζα dei- από την οποία προήλθε το όνομα του Διός, θεού του ουρανού και του φωτός. Συνδέεται με αρχ. ινδ. dĩva- «ουράνιος» και λατ. dius. Πιθ. επίσης με αρχ. ινδ. div (i)ya-, οπότε δίος < dĭF-yos (πρβλ. μυκην. diujo, diwija κ.λπ.). Η λ. δίος απαντά συχνά στον Όμηρο και αργότερα στους τραγικούς ως επίθετο του ουρανού, του αιθέρα και της γης. Χρησιμοποιείται επίσης ως προσωνυμία προσώπων (για τον Αχιλλέα, τους Αχαιούς κ.λπ.) και η ακριβής του σημ. «ο του Διός, αυτός που ανήκει στον Δία, το παιδί του Δία» εμφανίζεται στο Ι, 538 της Ιλιάδος καθώς και στην τραγική ποίηση].

Greek Monotonic

δῖος: δῖα, δίον (θηλ. δῖος και δία, σε Ευρ.), συνηρ. αντί δίϊος, (Διός, γεν. του Δίς
I. 1. όμοιος με, προς τους θεούς, θεϊκός, θείος, σε Ομήρ. Ιλ.· δῖα γυναικῶν, ευγενεστάτη μεταξύ των γυναικών, σε Ομήρ. Οδ.· επίσης, ευγενής στην ψυχή, αξιόπιστος, εχέμυθος, λέγεται για τον χοιροβοσκό Εύμαιο, στο ίδ.· λέγεται για ολόκληρα κράτη και πόλεις, σε Όμηρ.· λέγεται για αριστοκρατικό άλογο, σε Ομήρ. Ιλ.
2. ομοίως, για πράγματα, όμοιο με τα θεῖος, θεσπέσιος, ἱερός, θαυμάσιος, εξαίσιος, σε Όμηρ.
II. με κυριολεκτική σημασία, αυτός που ανήκει ή προέρχεται από τον Δία, σε Αισχύλ.

Russian (Dvoretsky)

δῖος: 3, Eur. 2 (f δῖᾰ и δίᾱ) Ζεύς
1) зевсов (ὄμβρος Hom.; βούλευμα Aesch.; λέκτρα, βροντά Eur.);
2) божественный, блистательный, лучезарный, славный, несравненный (Λακεδαίμων, Ἀφροδίτη, Ἀχιλλεύς, Ἀχαιοί, αἰθήρ, ἅλς, ὑφορβός, ἵππος Hom.; χθών Hes.; Πυθών Pind.; αἶα Aesch.; κούρα Eur.).

Frisk Etymological English

Grammatical information: adj.
Meaning: belonging to heaven, godlike (Il.), also belonging to Zeus (trag.); often as month name (Thessaly, Macedonia etc.).
Dialectal forms: Myc. diwijo \/diwjos\/, diujo \/diujos\/; diwija, diuja \/diwja\/.
Origin: IE [Indo-European] [183] *dieu- heaven
Etymology: Old adjective, identical with Skt. div(i)yá- heavenly, Lat. dīus godlike, IE *diu(i)i̯o-; s. Ζεύς. The adjective may replace the gen. of the basic word, s. Schwyzer-Debrunner 176ff., also Löfstedt Syntactica 1, 107ff. - Beside masculine *δίϜ-ι̯ος the feminin derivation was δῖα < *δίϜ-ι̯α, first in substantival function daughter of heaven, goddess, e. g. δῖα γυναικῶν goddess among women; from there δῖα θεάων etc.; s. Schwyzer-Debrunner 116.

Middle Liddell

adj os_h_on adjdi_ os_on <bibl>Eur.</bibl> [δία with short iota in Eur.] [fem. δῖος contr. for δίϊος] Διός, gen. of Δίς]
I. god-like, divine, Il.; δῖα γυναικῶν noblest of women, Od.:—also worthy, trusty, the swineherd, Od.; of whole nations or cities, Hom.; of a noble horse, Il.
2. of things, like θεῖος, θεσπέσιος, ἱερός, divine, wondrous, Hom.
II. in literal sense, of or from Zeus, Aesch.

Frisk Etymology German

δῖος: {dĩos}
Meaning: zum Himmel gehörig, göttlich (poet. seit Il.), auch dem Zeus angehörig (Trag.), oft als Monatsname (Thessalien, Makedonien usw.).
Etymology : Altererbtes Adjektiv, mit aind. div(i)- himmlisch, lat. dīus göttlich identisch, idg. *diu(i)i̯o-; Ableitung vom Namen des Himmels und Himmelsgottes, s. Ζεύς. Das Zugehörigkeitsadjektiv kann hier wie oft den Genetiv des Grundwortes ersetzen, s. Schwyzer-Debrunner 176ff. m. Lit., außerdem Löfstedt Syntactica 1, 107ff.; nach Havers Sprachtabu 165 war dagegen δῖος gegenüber dem Gen. Διός "tabuisierend". — Neben dem maskulinen *δίϝι̯ος stand als selbständige Femininableitung δῖα aus *δίϝι̯α, zunächst in substantivischer Funktion Himmelstochter, Göttin, z. B. δῖα γυναικῶν Göttin unter den Weibern; danach δῖα θεάων usw.; vgl. Schwyzer-Debrunner 116.
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